DeepL erweitert seine Dateninfrastruktur – was sich ändert und warum

Globale Reichweite und Leistung erfordern eine globale Dateninfrastruktur. Um mit dem Wachstum von DeepL Schritt zu halten und die Leistung zu bieten, die unsere Kunden erwarten, erweitern wir die Dateninfrastruktur von DeepL und nehmen AWS als Unterauftragsverarbeiter auf.
Uns ist bewusst, dass dies wichtige Fragen zu Kundendaten aufwirft – etwa wo diese gespeichert und wie sie überwacht werden. Im Folgenden erläutern wir, was sich ändert, was gleich bleibt und wie Ihre Daten bei der Nutzung von DeepL geschützt bleiben.
Was sich ändert
Um DeepL weltweit mehr Kunden zugänglich zu machen, nehmen wir die folgenden Änderungen vor:
- Daten werden nicht mehr ausschließlich innerhalb Europas verarbeitet
- AWS wird als Unterauftragsverarbeiter aufgenommen, um globale Reichweite und Leistung zu gewährleisten
Dadurch stellen wir sicher, dass DeepL überall auf der Welt eine geringe Latenz und Echtzeit-Leistung bietet.
Was sich nicht ändert
Unverändert bleibt die Art und Weise, wie wir Kundendaten schützen, sowie die Kontrollmöglichkeiten unserer Kunden darüber, wer auf diese Daten zugreifen darf.
DeepL bleibt der Datenverarbeiter. Wir haben AWS als Unterauftragsverarbeiter zu unseren Diensten hinzugefügt, um die für die globale Skalierung erforderliche Infrastruktur bereitzustellen. AWS wird Kundendaten in keiner verwertbaren Form kontrollieren oder darauf zugreifen. Ihre Daten werden sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsselt. Kundendaten aus kostenpflichtigen Diensten werden nicht zum Trainieren unserer KI‑Modelle verwendet.
Unsere Sicherheitsfunktionen sind so konzipiert, dass Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten haben. Mit der „Bring Your Own Key“ (BYOK)‑Verschlüsselung generieren und verwalten Sie Ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel und können den Zugriff auf Ihre Daten jederzeit widerrufen. Sobald Sie Ihren Schlüssel entfernen, sind Ihre Daten für DeepL und alle Infrastrukturpartner, mit denen wir zusammenarbeiten, vollständig unzugänglich.
DeepL wird auch weiterhin alle strengen Datenschutz‑ und Sicherheitsstandards einhalten, die wir heute erfüllen. Dazu gehören die C5‑Typ‑2-Bescheinigung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der US‑amerikanische Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA), die DSGVO, ISO 27001 und SOC 2 Typ 2. Uns wird die Verarbeitung von Daten für öffentliche Dienste in Europa und weltweit sowie für die sensibelsten Branchen anvertraut, und das wird auch weiterhin so bleiben.
Sollten Kunden spezifische Anforderungen an den Datenstandort haben, werden wir gemeinsam mit ihnen Lösungen finden, die sicherstellen, dass ihre Daten in Europa verbleiben.
Gründe für diese Änderung
Durch diese Änderung können wir für jeden Kunden weltweit Echtzeit-Leistung bei unseren Sprachlösungen bieten. Sie ermöglicht es DeepL, global auf Enterprise‑Niveau zu agieren.
Wenn die Arbeitslasten über Zeitzonen und Märkte hinweg ansteigen, können wir unsere Datenhosting-Infrastruktur dynamisch skalieren. Das bedeutet, dass unsere Produkte auch in Spitzenzeiten den hohen Anforderungen gerecht werden. Dies garantiert Echtzeit-Leistung für die neuen Funktionen, die DeepL einführt, wie Voice‑to‑Voice-Übersetzung und integrierte Übersetzungsworkflows für Unternehmen.
Mehr Auswahl für Kunden
Wir können DeepL-Kunden in verschiedenen Märkten zudem Optionen anbieten, um bei Bedarf die Anforderungen an die Datenhoheit im jeweiligen Land zu erfüllen. Dies eröffnet allen Kunden die Möglichkeit, mehr Kontrolle darüber zu erlangen, wo ihre Daten verarbeitet werden. AWS‑Kunden können DeepL in ihrer bestehenden IT‑Umgebung bereitstellen, sodass Daten bei der Nutzung von DeepL niemals ihren eigenen Tech-Stack verlassen müssen. Sie können auch über den AWS Marketplace auf DeepL zugreifen, was eine schnellere Bereitstellung ermöglicht.
Entwickelt in Europa für globales Vertrauen
DeepL wurde in Europa nach klaren Grundsätzen entwickelt: Datenschutz ist grundlegend. Sicherheit ist nicht verhandelbar. Vertrauen basiert auf Kontrolle, nicht auf Behauptungen. Der Ausbau unserer Infrastruktur beeinträchtigt diese Grundsätze nicht. Er ermöglicht es uns, sie weltweit anzuwenden.